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Alex

Alex war mitte der 80iger Jahre einer der jüngsten Crosser in Berlin. Sein älterer Bruder Michael fuhr schon ein paar Jahre Motocross und brachte ihm mit 10 Jahren das Motorradfahren auf seiner Honda MTX 80 bei. Auf dieser fuhr Alex auf dem Gelände des MC Hermsdorf in der Scharnweberstraße in Berlin seine ersten Runden.

1984 bekam Alex sein erstes eigenes Motorrad zum 11. Geburtstag. Es war eine Suzuki RM 80 (Kleinrad), und auch hier wurde fleißig beim MC Hermsdorf trainiert.
1985 fuhr man jedes Wochenende beim BGAAA in der Osdorfer Straße in Lichterfelde. Dort gab es abseits der großen Strecke auch eine Kinderstrecke. Damals gab es aber nur zwei 80iger Fahrer. Als weitere "Hausstrecke" war das damalige Gelände in Brüggen sehr beliebt, wo viel trainiert wurde.
Die RM 80 wurde schließlich verkauft (wenn ich mich recht erinnere an Busty Wolter, der mit seinem jüngeren Bruder auch schon seine ersten Runden in Lichterfelde drehte). Als nächstes Bike kam eine Yamaha YZ 80 (Kleinrad) aus Holland. Damit fuhr Alex auch sein erstes Rennen in Brüggen. Damals mit am Start, der kleine Pit Beirer.
Es blieb erstmal bei diesem einen Rennen, dafür fuhr Alex aber in der Folgezeit als einziger 80iger-Fahrer bei den Großen in der Osdorfer Straße mit.
1987 stieg der langgewachsene Alex auf eine KTM MX 80 (Großrad) um, und fuhr die ersten kleinen Rennen.
1988 fuhr Alex beim Int. ADAC Hallencross in der Berliner Deutschlandhalle mit der Kindergruppe des MC Steglitz. In dieser Saison ging er dann beim Norddeutschen Clubcross Pokal an den Start und wurde am Ende des Jahres "Bester ADAC-Berlin Nachwuchsfahrer im Motorradsport" und Gewinner des Junioren-Cup des MC Steglitz.
1989 ging es wieder beim Hallencross in der Berliner Deutschlandhalle rund und auch wieder beim Norddeutschen Clubcross Pokal. Alex konnte in der Klasse 2 regelmäßig unter die Top 5 fahren.
1990 gab es keine nennenswerten Erfolge, allerdings fuhr Alex einen Lauf zur Norddeutschen Enduromeisterschaft in Wüsten mit. Und zwar mit seiner serienmäßigen Honda MTX 80 R1. Er kam ohne Strafminuten ins Ziel, aber fehlende Leistung/Fahrwerk wurde durch waghalsiges Tempo in sämtlichen Passagen rausgeholt. Ja, wenn die 80iger mal rollte, dann ging es auch voran. Jeder kleinste Berg musste allerdings hochgeschoben werden...
1992 fuhr Alex in der 250er Klasse die gesamte Norddeutsche Enduromeisterschaft und erlangte am Ende in der ADAC Enduro Meisterschaft Berlin/Brandenburg den 3.PLatz und den 2. Platz der MC Steglitz Clubmeisterschaft.
1993 fuhr Alex die letzte Saison auf einer 350er 4.Takt KTM und belegt in der MC Steglitz Clubmeisterschaft den 3. Platz
Dannach fuhr er keine Meisterschaften mehr und schloß 1996 komplett mit dem Motorradsport ab.

Über 12 Jahre hatte er Null mit Motocross zu tun, aber als sein Sohn Fritze 2006 anfing Motorrad zu fahren, war das Feuer wieder entfacht.
Seit 2007 ist er wieder mit einer 520er KTM unterwegs und hat den Spaß am Motocross wieder entdeckt..., wenn auch ohne erfolgsorientierten Ambitionen.

2009 wollte Alex bei den Senioren in der Landesmeisterschaft Berlin/Brandenburg an den Start gehen. Leider wurde die Altersbegrenzung von 35 Jahren auf 40 Jahre erhöht und Alex startete dann in der Klasse OPEN. Das war dann aber nix und so fuhr Alex nur die ersten beiden Läufe mit und landete am Ende mit 32 Punkten auf Platz 20 in der "über 30" Wertung. In der MC Steglitz Clubmeisterschaft reichte das für Platz 5.

2010 musste sich Alex um seine beiden Jungs während der Rennsaison kümmern, weshalb er keine Zeit hatte an Rennen teilzunehmen. So war er also nur Hobbymäßig unterwegs...

2011 nix neues...